
| Landesmuseen in Braunschweig bieten ab April 2010 eintrittsfreie Zeiten an
Dass Geld die Welt regiert, stellte schon Publilius Syrus im 1. Jahrhundert vor Christus fest. Vor allem was den Zugang zu Bildung angeht, wird diese alte Weisheit mehr und mehr zum Problem. Die drei niedersächsischen Landesmuseen in Braunschweig halten nun dagegen – und richten ab April 2010 eintrittsfreie Zeiten ein. Im Herzog Anton Ulrich-Museum (HAUM) und im Staatlichen Naturhistorischen Museum (SNHM) ist in Zukunft freitags nachmittags von 13 bis 17 Uhr der Eintritt in die Häuser und Sonderausstellungen frei. Im Braunschweigischen Landesmuseum (BLM) ist donnerstags von 17 Uhr bis 20 Uhr der Eintritt frei. „Über den Zugang zu Kunst und Kultur sollte gerade in staatlichen Museen nicht der Geldbeutel entscheiden“, betonen die Direktoren der Landesmuseen unisono. „Wir freuen uns, dass das Ministerium für Wissenschaft und Kultur unserem Vorschlag für die Einrichtung eintrittsfreier Zeiten sofort zugestimmt hat. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist damit getan – wir hoffen darauf, irgendwann wieder ganz auf Eintrittsgelder verzichten zu können, wie es in den staatlichen Museen in Niedersachsen bis zum Jahr 1995 üblich war.“ In diesem Sinne richten sich die eintrittsfreien Zeiten auch nicht ausschließlich an Menschen mit wenig finanziellem Polster, sondern sollen alle Bevölkerungsschichten zu verstärkten Besuchen ins Museum einladen. Wenn ein Rembrandt-Liebhaber bei einem Stadtbummel einen Blick auf die in der Burg Dankwarderode ausgestellten Werke werfen oder ein Aquarien-Fan auf die Schnelle den neuesten Nachwuchs im Staatlichen Naturhistorischen Museum bestaunen möchte, animieren die neuen eintrittsfreien Zeiten in Zukunft auch zu kurzen Stippvisiten. Im Braunschweigischen Landesmuseum ist während des eintrittsfreien Donnerstagabends sogar wöchentlich Programm angesagt, das ebenfalls ohne Kosten besucht werden kann. zurück |