Expeditionsberichte

Abfahrt des Expeditionsteams aus Braunschweig (02.03.2007)

Am Freitag den 2. März war es endlich so weit. Ein Teil des Expeditionsteams unter der Leitung von Prof. Ulrich Joger, Direktor des Staatl. Naturhistorischen Museums, verließ Braunschweig und machte sich auf den langen Weg in den Niger. In Darmstadt traf man auf weitere Expeditonsteilnehmer und das zweite Expeditionsfahrzeug. Neben der Ausrüstung transportieren die beiden Fahrzeuge eine halbe Tonne Schulbücher. Gemeinsam mit der VW Bank und der Niedersächsischen Lottostiftung will das Staatl. Naturhistorische Museum den Aufbau einer zweisprachigen Schule im Niger unterstützen.
Ein Teil des Expeditionsteams vor dem ehemaligen Laborwagen des Helmholtz-Instituts für Infektionsforschung (von links nach rechts: Jörg Faust (Filmteam), Achim Ritter (Filmteam) Prof. Ulrich Joger (Leiter der Expedition), Mario Steigerwald (Fahrer))

Überquerung der Straße von Gibraltar (06.03.2007)

Heute am 6. März überquerte das Expeditionsteam um 16:52 Uhr die Meerenge von Gibraltar mit der Fähre. Die Fähre legte von Algeciras (Spanien) ab und legte in Tanger (Marokko) an. Damit hat ein erster Teil des Teams, bestehend aus Prof. Ulrich Joger (Leiter der Expedition), Jörg Faust und Achim Ritter (Filmteam), und Mario Steigerwald und Dave Schumacher (Fahrer) Marokko erreicht.

Ankunft in Marrakech (07.03.07)


Kurz vor Marrakech
Marrakech, 7.3.07, 3200 Kilometer zurückgelegt

Hallo Braunschweig,
nach einer schwierigen Zollkontrolle in Tanger sind wir nun in Marrakech angelangt - zu Fuße des Hohen Atlas, dessen schneebedeckte Gipfel weiss über der Stadtsilhouette leuchten. Morgen werden wir das Atlasgebirge überqueren, und dann beginnt die Sahara. Beim marokkanischen Zoll wurden vor allem unsere mitgeführten Bücher streng kontrolliert. Aus zwei Tuaregbüchern wurde eine Seite mit einer Landkarte entfernt, die Grenzen der ehemaligen Westsahara zeigte, welche Marokko nicht anerkennt. Unsere Stimmung ist sehr gut, das Team bereits aufeinander eingespielt. Wir freuen uns auf die noch vor uns liegenden 7000 km! Viele Grüße
Ulrich Joger

Ankunft in Laayoune - der marokkanischen Westsahara (09.03.07)


Hallo Braunschweig!

Wir sind in Laayoune, in der marokkanischen Westsahara angekommen. 5000 Kilometer der Strecke sind geschafft . Aber die schwierigen Passagen liegen noch vor uns. Es gab bisher nur kleinere Pannen (leckender Wassertank, klemmende Autotuer). Viele Grüße
Ulrich Joger

Expedition erreicht Mauretanien (11.03.07)

Hallo Braunschweig!

Nach einer zweitägigen, ermüdenden Fahrt entlang der 1500 km langen Küste der Westsahara hat die Expedition die Stadt Nouadhibou in Mauretanien erreicht. Der Wind hat gedreht: Kam er zunächst vom kühlen Atlantik, so wehte er zuletzt aus der heißen Sahara. Den ganzen Tag schränkte Staub in der Luft die Sicht ein. Zudem brachen bei einem der Fahrzeuge beide Tankhalterungen und mussten geschweißt werden. Die Stimmung ist aber weiterhin sehr gut, da der Zeitplan eingehalten wurde. Morgen sind hier Wahlen. Wir hoffen, dass uns das auf unserem Weg nach Süden nicht aufhalten wird. Viele Grüße,
Ulrich Joger

Südsahara in Mauretanien

Expedition erreicht Bamako (15.03.07)


Die Expeditionsfahrzeuge unter einem Baobab in Mali
Hallo Braunschweig!

Die Braunschweiger Expedition hat nach 14 Tagen und 7300 km den südlichsten Punkt der Reise erreicht: Bamako, die Hauptstadt von Mali. Nach der Durchquerung der Westsahara und Mauretaniens musste ein Abstecher nach Süden gemacht werden, um das den durch die Tuareg-Rebellion unsichere Gebiet im Norden Malis zu umfahren. Von einigen kleineren Pannen an den Autos abgesehen, ging bislang alles glatt. Die Tagestemperaturen betragen um 40°C, doch die Stimmung ist gut. Drei Viertel der Strecke nach Agadez (Niger) sind geschafft. Die Grabungsmannschaft ist bereits in Agadez mit den Vorbereitungen zur Bergung des Dinosauriers beschäftigt. Beide Gruppen stehen in Kontakt und werden – Inschallah – um den 19./20. März an der Grabungsstelle zusammentreffen. Viele Grüße
Ulrich Joger


„Schirmherren“ bei 40° in Mali

Expedition erreicht Niger nach 9000 Kilometern (19.03.07)


Hallo Braunschweig!

Sonntagabend hat die Braunschweiger Dinosaurier-Expedition die Republik Niger erreicht, 18 Tage und 9000 km nach dem Start in Braunschweig. Die letzte Strecke, von Gao (Mali) zur Grenze der Republik Niger war die risikoreichste der gesamten Fahrt, da sie das Gebiet der in Mali aufständischen Tuareg berührte. Zum Glück fand kein Überfall statt, die Expedition durchquerte dieses Gebiet, ohne anzuhalten.

Dino-Ausgrabung hat begonnen - ein Schock nach 10.000 km (26.03.07)

Hallo Braunschweig, hier die neusten Nachrichten der Braunschweiger Afrika-Expedition: Nach 10.000 km haben die Braunschweiger Expeditionsfahrzeuge die Ausgrabungsstelle in der Republik Niger erreicht - eine Woche nach dem eingeflogen Ausgrabungsteam. Die Manschaft erlebte zuerst einen schlimmen Schock: Der vor 2 Jahren von Prof. Joger entdeckte und im November 2006 freigelegte Dinosaurier war verschwunden. Offenbar ist uns ein anderes Ausgrabungsteam zuvorgekommen. Wir ließen uns jedoch nicht entmutigen und begannen sofort ein weiteres Skelett in der unmittelbaren Nachbarschaft auszugraben. Bei über 40° im Schatten ist die Arbeit sehr anstrengend; der Wassernachschub ist unser ständiges Problem. Doch immer mehr Knochen kommen zu Tage. Sie werden eingegipst, um sie für den Transport nach Braunschweig zu stabilisieren (s. Fotos). Morgen soll noch nach weiteren Dino-Skeletten gesucht werden. Viele Grüße
Ulrich Joger


Das zuvor durchfahrene Dogonland beeindruckte durch bizarre Felslandschaften mit an Felsspalten geklebten Fluchtburgen der Bewohner (s. Bilder). Die engen Durchfahrten zwischen Bäumen kosteten uns allerdings drei Außenspiegel. Wir haben Kontakt mit Agadez, dem Ziel unserer Fahrt. Die verbleibenden 1000 Kilometer hoffen wir in zwei Tagen zu schaffen. Das Ausgrabungsteam ist dort schon am Werk. Viele Grüße
Ulrich Joger