Welt unter Wasser

Ein Besuch im Aquarium...

... lohnt sich immer. Hier finden nicht nur Aquarianer und Terrarianer interessante Fisch-, Reptilien- und Amphibienarten. Auch die Besucher, die sich gern an den Formen und Farben der Unterwasserwelt erfreuen, sollten das Aquarium auf ihrem Rundgang durchs Museum nicht versäumen. Wer sich besonders für die Biologie der Tiere interessiert, wird viele Informationen über den Bau, die Lebensweise und die Fähigkeiten der gezeigten Tierarten erfahren.





Gefährliche Jäger

Einige Arten aus der Piranha-Famile sind äußerst gefährliche Jäger. Sie haben durch zahlreiche Berichte und Erzählungen einen schrecklichen Ruf erlangt. Aber er ist schlimmer als sie in Wirklichkeit sind. Es ist erwiesen, dass sich Piranhas in erster Linie von Fischen ernähren. Sie spielen eine wesentliche Rolle als Gesundheitspolizei ihrer Heimatgewässer, da sie vornehmlich kranke und geschwächte Tiere vertilgen.




Die Haltung eines Piranha-Schwarms von mehr als 10 Tieren ist nur in großen Aquarien möglich (über 1.500 Liter). Innerhalb des Schwarmes ergibt sich im Laufe der Zeit eine feste Rangfolge. Werden neue Piranhas hinzugesetzt, gelten diese als Außenseiter, verhalten sich ängstlich und fordern damit die Aggression des Schwarmes heraus. Deshalb ist es sehr schwierig, neue Piranhas in einen bestehenden Schwarm zu integrieren.


Juwelen vom Amazonas und dem Malawisee

Aus der Familie der Buntbarsche pflegen wir in unserem Aquarium die majestätischen Diskusfische.
Die Besonderheit dieses Fisches liegt in der Brutpflege. Die Jungtiere ernähren sich in den ersten Lebenswochen von dem Hautsekret ihrer Eltern.
In einem weiteren Becken sind sieben Buntbarsch-Arten aus dem ostafrikanischen Malawisee zu beobachten.


Diskusbuntbarsch



Lebensraum Korallenriff

Besonders attrktiv sind die beiden Seewasseraquarien. Sie vermitteln einen Eindruck von der mannigfaltigen Lebenswelt im Korallenriff. Die Korallenfische sind meist auffallend bunt gezeichnet und sehr formenreich. Die Plakatfarben der Korallenfische dienen zur innerartlichen Erkennung und zur Revierabgrenzung. Auffällige Zeichnungen können aber auch vorzüglich tarnen, denn beim Wechselspiel aus wellenbewegtem Wasser und durchflutendem Sonnenlicht sind viele Korallenfische vor dem unregelmäßigen Hintergrund des Riffs kaum zu erkennen.

Wie bizarr geformte Blumen muten viele wirbellose Tiere des Korallenriffs an. Die meisten von ihnen sitzen als Einzeltier oder als Kolonie zeitlebens an einer Stelle des Riffgesteins fest. Einige bauen sich Kalkgehäuse, in die sie sich vollständig zurückziehen können. Andere nutzen Spalten und Hohlräume im Fels als Versteck.