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Falken sind wendige und schnelle Jäger. In Deutschland gibt es rund zehn Falkenarten. Ein besonders interessanter Vertreter dieser Gruppe ist der Baumfalke - ihm ist der Tipp des Monats Juni im Naturhistorischen Museum gewidmet. Betrachtet man den Baumfalken genauer, kann man erkennen, dass er von der Jagd lebt. Die Augen sitzen weit vorn am Kopf, so dass sich rechtes und linkes Sehfeld überschneiden. Das ist wichtig für einen Jäger, denn so kann er räumlich sehen, die Gestalt seiner Beute erkennen und die Entfernung zu ihr abschätzen. Die Füße sind lang und schmal und haben spitze Krallen - keine gute Vorraussetzung für einen Bodenjäger, aber ideal, wenn man einen flinken Vogel im Flug packen will. Auffällig ist der "Falkenzahn" am Oberschnabel. Mit dieser Ausbuchtung tötet der Baumfalke seine Beutetiere, indem er ihnen die oberen Halswirbel bricht. Buchfinken, Stare, Goldammern, Bachstelzen, entflohene Wellensittiche - kein Kleinvogel ist vor ihm sicher. Selbst die schnellen und wendigen Schwalben haben keine Chance gegen den perfekten Luftjäger. Bei Stoßflügen auf Beutetiere kann der Baumfalke sogar Geschwindigkeiten von über 200 km/h erreichen! Diese unglaubliche Leistung vollbringt er, indem er den Luftwiderstand seines Körpers in mehreren Stufen immer weiter verringert, bis er zum Schluss die Form eines Tropfens annimmt. | ![]() |
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Die außergewöhnliche Flugbeherrschung leistet dem Baumfalken auch gute Dienste bei der Jungenaufzucht. In der ersten Zeit wachen die Eltern ständig über ihre Jungen und attackieren jeden Eindringling aufs heftigste. Andere Greifvögel dürfen sich dem Horst nicht weiter als 500 m nähern und werden mit lautem Geschrei und tätlichen Angriffen vertrieben. |
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