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Bisams sind eigentlich Nordamerikaner. Ihre Eroberung des europäischen
Kontinents begann 1905. Ein Fürst brachte damals von einer Jagdreise nach
Alaska fünf Tiere mit und setzte sie auf seinem Schlossgut in der Nähe von
Prag aus. Die Tiere vermehrten sich rasch und begannen sich auszubreiten.
Heute findet man Bisams in ganz Mitteleuropa. An stehenden und langsam
fließenden Gewässern finden sie auch bei uns geeignete Lebensräume. Als
Bürger Nordamerikas kommen sie – anders z.B. als die aus Südamerika
stammenden Nutrias – auch mit kalten Wintern zurecht. Ihre
Anpassungs-fähigkeit, ihre hohe Nachkommenzahl und der Mangel an natürlichen
Feinden macht sie derart erfolgreich, dass sie heute nicht mehr auszurotten
sind. |
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Woran erkennt man einen Bisam? Und wie unterscheidet man ihn von anderen im Wasser lebenden Nagetieren wie z.B. einem Nutria oder einem Biber? Mit 35 cm Kopf-Rumpf-Länge sind Bisams die kleinsten der drei Nager. Ihr Schwanz ist weder breit und flach wie die Biberkelle noch „normal“ rund wie ein Nutria-Schwanz, sondern seitlich zusammengedrückt. Er wird beim Schwimmen nach rechts und links bewegt und dient als Antriebs- und Steuerorgan. Auch die Bisamfährte zeigt einen deutlichen Unterschied: Bisams haben – im Gegensatz zu Nutrias und Bibern – keine sichtbaren Schwimmhäute zwischen den Zehen des hinteren Fußes. Aber ihre Zehenränder sind mit einem Saum aus steifen Haaren, sog. Schwimmborsten, besetzt. Diese vergrößern die Fußfläche – das erschwert das Einsinken im Schlamm und verstärkt den Antrieb beim Paddeln. Jeder Tipp des Monats im Naturhistorischen Museum wird ab sofort nicht nur einen, sondern drei Monate lang ausgestellt. Besucher, die sich für Zusatzinformationen zu einzelnen Tieren interessieren, finden deshalb immer mehrere „Tipps“ im Museum. Im Januar sind neben dem Bisam noch die Naslinge und das Mammut zu sehen. Das Bisamfell kann noch bis Ende März gestreichelt werden. Isabell Ziekur |