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Eine Besonderheit im
Naturhistorischen Museum ist der „Entensäger“. Er ist eine seltene Kreuzung
zwischen zwei gar nicht näher verwandten Arten, der Schellente (Bucephala
clangula) und dem Zwergsäger (Mergus albellus). Das Männchen des
Museums ist das älteste bekannte Exemplar eines „Entensägers“. |
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Da sich die Männchen und insbesondere die Weibchen der Schellenten und der Zwergsäger sehr ähnlich sehen und auch beide Arten in Baumhöhlen brüten, kommt es offenbar in wenigen Fällen zu einer „Verwechslung“. Der„Entensäger“ vereint Merkmale beider Elternteile. Die Körpergestalt und -größe, auch die Form des Schwanzes und der dunkle Kopf erinnern an ein Schellentenmännchen. Mehr nach Sägerart sind der Federbusch des Kopfes und der Schnabel. Bastarde oder Hybriden entstehen in der Natur äußerst selten. Normalerweise unterscheiden sich Tiere verschiedener Arten so stark in ihrem Verhalten und Aussehen, dass es gar nicht erst zu Verpaarungen kommt. Passiert dies dennoch, ist das Erbgut der Tiere meist so unterschiedlich, dass die Nachkommen nicht lebens- oder fortpflanzungsfähig sind. Das bekannteste Beispiel eines vom Menschen geschaffenen, nicht fortpflanzungsfähigen Bastards istl das Maultier. Mehr Wissenswertes über den „Entensäger“, seine „Eltern“ und Maultiere gibt es an der Tipp-Säule im Naturhistorischen Museums zu sehen. Außerdem erfahren Interessierte dort auch, was es mit Camas, Lions, Schiegen und Zebroiden auf sich hat.
Claudia Kamcke |
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