Tipp des Monats im Januar 2005:
Krokodile aus dem Erdmittelalter – Von Riesen und Zwergen
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Die sensationelle Entdeckung von Dinosaurier-Knochen vom Langenberg bei Goslar, Ende der 90er Jahre, gingen durch alle Medien. Doch auch Schildkröten, Flugsaurier und Krokodile kamen aus den Ablagerungen des Ober-Jura, vor 150 Millionen Jahren, ans Tageslicht. Neben den Fossilien großer Meereskrokodile konnten auch Knochen und Schädel sehr kleiner Krokodile geborgen werden. |
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Das größte bisher gefundene Krokodil lebte gegen Ende der Kreide-Zeit vor
über 65 Millionen Jahren in Nordamerika. Es wurde Deinosuchus
genannt, zu deutsch „Schreckliches Krokodil“. Es war etwa 15 Meter und
sein Schädel über 2 Meter lang. Von vergleichbarer Größe war eine in
Indien gefundene Gavialart namens Phamphosuchus. Das Fossil stammt
aus Ablagerungen des Pliozän und ist ca. 5 Millionen Jahre alt. Zu dieser
Zeit starben in Europa die letzten Krokodile aus. Wahrscheinlich war hier
das Klima zu kalt geworden. Die heutigen Krokodile sind die letzten Überlebenden einer großen Gruppe von Reptilien, aus denen sich auch die Dinosaurier entwickelt hatten. Heute existieren davon nur noch Krokodile, Schildkröten, Echsen, Brückenechsen und Schlangen. Zu den Krokodilen gehören auch die Alligatoren und Gaviale. Krokodile legen bis zu 46 Eier und lassen sie von der Wärme verrottenden Laubes ausbrüten. Nach etwa 12 Wochen verabreden sich die nun voll entwickelten Krokodil-Babys durch quäkendes Geschrei zum Schlüpfen. Das Zeichen für die Mutter ihre Jungen aus dem Nest zu graben, selbst sind sie dazu nicht in der Lage. Die etwa 20 cm langen Jungen werden nun behutsam im Maul, auf Kopf und Rücken des elterlichen Krokodils in das Wasser transportiert. Nach einer Weile endet aber die Fürsorge und für die Kleinen beginnt ein Überlebenskampf. Sie müssen sich verstecken und wandern in andere Bereiche ab um nicht gefressen zu werden, denn auch ihre Eltern sind Kannibalen. Gelingt es den Jungtieren etwa 7 Jahre in der „Warteschleife“ verschiedener Tümpel zu überleben, kehren sie in ihre heimatlichen Gewässer zurück. Dort haben sie einige Chancen 100 Jahre und älter zu werden. Da Krokodile immer, auch noch mit 100 Jahren wachsen, sind die ältesten auch die größten Tiere. Unsere sprichwörtlichen Krokodiltränen haben ihren Ursprung bei den, das Schlüpfen signalisierenden Kleinen, in den Eiern. Frühe Afrikaforscher glaubten die Krokodile weinen zu hören. Fritz J. Krüger
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