„Lucy“, so heißt das ca.1 m
große Skelett eines weiblichen Australopithecus afarensis (ca.3,3
Mio. Jahre alt), dass 1974 in Äthiopien entdeckt wurde. Eine Sensation, denn
mit 40% ist dies das vollständigste das je gefunden wurde, außerdem konnte
mit Hilfe seiner endlich bewiesen werden, dass „Lucy“ und ihre Artgenossen
die ersten unserer Vorfahren waren, die die Fähigkeit zum aufrechten Gang
besaßen. Werkzeuge konnten sie wohl noch nicht herstellen, ebenso wenig
verstanden sie das Feuer zu beherrschen. Anatomisch gesehen war „Lucy´s“
Hüft- und Beinstellung der des heutigen Menschen wesentlich ähnlicher als
der eines Schimpansen, Schädel und Gehirngröße (400 g bei „Lucy“, 1300 g
beim heutigen Mensch) waren hingegen noch recht affenartig, ebenso wie ihre
langen Arme mit denen sie sich auch noch von Ast zu Ast schwingen konnte.
Ihren Körperbau wird man,
zu mindestens teilweise, auch bestaunen können, denn das Naturhistorische
Museum stellt im Rahmen des Tipps und der folgenden Evolutionsausstellung
(ab 1. Juni) zwei Büsten der Rekonstrukteure Wolfgang Schnaubelt und Nina
Kieser aus, die einen Australopithecus afarensis (Lucy´s Mann) und
einen Homo erectus in lebensechter Qualität zeigen.