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Spezielles Antiserum Die Behandlung dieser Schlangenbisse ist nur mit einem spezifischen Antiserum erfolgreich. Man musste jedoch feststellen, dass etwa indisches Antiserum bei in Afrika gebissenen Patienten keine Wirkung zeigte. Offenbar gibt es zahlreiche verschiedene Arten von Sandrasselottern, die sich äußerlich ähneln, aber unterschiedliche Gifte besitzen. Wie viele Arten es genau gibt und wo sieverbreitet sind, wird am Naturhistorischen Museum erforscht. Direktor Ulrich Joger sammelt seit Jahren diese Schlangen in Afrika und Asien. Im vergangenen Jahr brachte er eine Sandrasselotter aus Tunesien mit. Sie ist jetzt der Mittelpunkt der kleinen Ausstellung „Tipp des Monats Juni". Eine Fallstudie zeigt, wie gefährlich der Biss dieser Schlange ist. In Tunesien hergestelltes Antiserum wirkt gegen ihren Biss nicht. Tiere imitieren Tiere Mit ausgestellt ist eine kleine Eierschlange aus Afrika. Diese harmlosen Tiere imitieren die tödlichen Sandrasselottem in Färbung und Warnverhalten. Sie stehlen Eier bodenbrütender Vögel. Werden sie beim Diebstahl von den Vogeleltem erwischt, rasseln sie wie die Giftschlangen. Dies dürfte manchen Vogel abschrecken.
Ulrich Joger
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