Tipp des Monats im
März 2003:
Seeigel aus Stein -
Faszinierende Fossilien aus dem Norden
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In den Ablagerungen der eiszeitlichen Gletscher,
wir bezeichnen sie im allgemeinen als Geschiebe, finden wir viele verschiedene
Fossilien. Bei Sammlern besonders begehrt sind die in Form von Feuersteinkernen
erhaltenen Seeigel. Natürlich überliefert uns ein solches Fossil nicht mehr den kompletten Seeigel mit Weichteilen und inneren Organen. Nur die Hartteile, also das ganze Gehäuse oder einzelne Platten desselben, die Stacheln, die Kiefer oder die Zähne, werden fossil überleifert . |
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Manchmal weisen Feuerstein-Seeigel auch Lebensspuren anderer Tiere auf. Sind z.B. Bissspuren von Krebsen und Fischen oder durch Parasiten hervorgerufeneZysten und Schwellungen zu erkennen, verraten diese dem Fossiliensammler sogar, auf welche Weise der Seeigel vielleicht einmal zu Tode gekommen ist.
Einige Feuerstein-Seeigel zeigen besonders schön ausgebildete
Feinstrukturen des ehemaligen Gehäuses, wie Porenbänder und
ausgeprägte Plattenumrisse, die sog. ‚Asseln’. Feuerstein-Seeigel wurden seit jeher sehr häufig nach schweren Gewittern auf den Feldern im norddeutschen Raum gefunden. Da lag es nahe, sie mit dem Donnergott Donar (altnordisch Thor) in Verbindung zu bringen. So ging die Sage, dass bei Gewitter Thor mit Donnergrollen durch die Lüfte fährt und seinen Hammer schwingt, so dass Blitze zucken. Und dort, wo solch ein Blitz einschlägt, bleibt eben ein Donnerstein zurück. Diese Donnersteine bzw. Göttersteine, Glücksteine, Wettersteine, Siegsteine oder Riesenknöpfe, wie man sie auch bezeichnete, wurden bereits in früher Zeit gesammelt. In der Tasche oder als Amulett um den Hals getragen, sollte ein solcher Stein seinen Träger vor Blitzschlag und Feuer schützen.
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Fritz J. Krüger