Tipp des Monats im November 2001: Seelilien aus dem Muschelkalk
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Vor 230 Millionen Jahren, als unsere Gegend den Meeresboden des Germanischen Muschelkalkmeeres bildete, war die Seelilie Encrinus liliiformis eines der häufigsten Lebewesen am Meeresgrund. Es gab sie so zahlreich, dass ihre fossil erhaltenen Stielglieder, die sog. Trochiten, die heutigen Gesteinsschichten des Trochitenkalk im Elm bilden. | ![]() |
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Encrinus liliiformis war eine Verwandte der Seeigel und Seesterne. Sie war darauf spezialisiert, mit ihren Armen mikroskopisch kleine Nahrungsteilchen aus dem Meerwasser heraus zu filtern. Da sie dabei ihr planktonisches Mahl mit der Strömung des Wassers wie auf einem Fließband serviert bekam, war sie in der Regel mit ihrem Stiel fest am Meeresboden angewachsen.
Heute haben sich die letzten Seelilien, sie werden als 'Lebende Fossilien' bezeichnet, in die Tiefsee zurückgezogen, ein letztes Refugium zum Überleben. |
Fritz J. Krüger
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