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![]() Auch der Leopoldsrochen aus dem Amazonas im Naturhistorischen Museum trägt einen Giftstachel. Foto: Museum. | Flach und wehrhaft – Rochen In Aquarium des Naturhistorischen Museum haben jetzt zwei Leopoldsrochen eine neue Heimat gefunden. Die getupften Süßwasser-Rochen aus Südamerika erinnern mit ihren kurzen, stark abgeflachten Körpern an Schollen oder Flundern. Sie sind mit diesen Plattfischen aber nicht näher verwandt. Ihre nächsten Vettern sind vielmehr Haie. |
Zusammen mit den Haien gehören Rochen zu den Knorpelfischen. Rochen verfügen zwar nicht über das furchteinflößende Gebiss der Haie, trotzdem können Rochen sehr wehrhaft sein. So tragen viele Rochenarten einen Giftstachel an ihrem peitschenförmigen Schwanz. Der Stachel der Rochen war schon den antiken Griechen bekannt. Im Gegensatz zu mancher Legende können sie ihn jedoch nicht abschießen. Rochen greifen Menschen in der Regel nicht an. Unfälle mit Stechrochen passieren aber zum Beispiel, wenn Badende beim Waten auf ein Tier treten. Denn Rochen verbergen sich gern im weichen Bodensediment, um dort auf Beute zu lauern oder sich einfach auszuruhen. Fühlen sie sich bedroht oder in die Enge getrieben, stechen sie zu. Dabei wird eine giftige Substanz übertragen, die zu schmerzhaften, schlecht heilenden Wunden führt. Die Giftwirkung ist von Art zu Art unterschiedlich – sie kann sogar tödlich sein. Beute finden Rochen mit ihrem sehr guten Geruchssinn. Darüber hinaus können sie auch die schwachen elektrischen Felder wahrnehmen, die jedes Lebewesen umgeben. Sie ernähren sich von kleinen Fischen, Krebsen, Schnecken und Muscheln. Zum Zerknacken harter Kalkgehäuse ist das Gebiss mit besonders flachen, breiten Zähnen bestückt. Der größte aller Rochen, der Manta, ist auf winzige Beutetiere spezialisiert. Mit seinen Kopfflossen schaufelt er sich große Mengen von Krill und anderen Schwebetieren des Meeres ins Maul. An seinen reusenartigen Kiemen wird die Nahrung aussortiert. Der bis zu 6 m breite Rochen ist sehr friedfertig: Er trägt keinen Giftstachel. Martina Bünnige | |