
| Vorträge im Museum
Beginn: jeweils 20 Uhr Eintritt: 2,- Euro / für Mitglieder der Gesellschaft für Naturkunde e.V. kostenlos Veranstaltungsort: Staatliches Naturhistorisches Museum (Pockelsstr. 10, 38106 Braunschweig) | |
| 16. Juni 2010
Dr. Ulrich Dornsiepen - Offenbach: Beringia | |
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Beringia ist die versunkene eiszeitliche Landbrücke zwischen Nordasien und Nordamerika. Sie versank nach der letzen Eiszeit im Meer. Durch das Abschmelzen der kontinentalen Eismassen in Nordeuropa und Nordamerika stieg der Meeresspiegel um ca. 120m an und überflutete diese Landverbindung. Vor etwa 12.000 Jahren war sie von Völkern bewohnt, die die vorhandene reichhaltige Tierwelt bejagten. Mit dem Abschmelzen des Eises drangen diese Völker nach Süden vor und bevölkerten den amerikanischen Kontinent.
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| Juli/August Sommerpause | |
| 08. September 2010
Dr. Bernd Nicolai - Halberstadt Der Rotmilan - eine Besonderheit in Deutschlands Vogelwelt | |
![]() Für die Bundesrepublik Deutschland stellt der Rotmilan eine einmalige Besonderheit dar: Von insgesamt rund 250 heimischen Brutvogelarten ist sie die einzige Art, von der die Hälfte der Weltpopulation nur hier brütet! Allein daraus leitet sich eine herausragende Verantwortung unseres Landes ab. Innerhalb seines kleinen europäischen Areals besitzt der Rotmilan in unserem Nordharzvorland seine größte Dichte, weist hier aber auch eine ausgesprochen wechselvolle Siedlungsgeschichte auf. Die hier gelegene Kulturlandschaft mit fruchtbarer und ackerbaulich intensiv genutzter Börde bot diesem "Steppenvogel" zumindest zeitweise ausreichend Nahrung und optimalen Lebensraum. Landschaftliche Veränderungen, besonders innerhalb der letzten zwei Dekaden, haben jedoch in diesem "Welt-Verbreitungszentrum" des Rotmilans nachweislich zu Bestandsrückgängen von annähernd 50 % geführt! Über die derzeitige Situation dieses imposanten Greifvogels, seine ökologische Flexibilität, Probleme und Aussichten wird im Vortrag berichtet. | |
| 13. Oktober 2010
Dr. Hans-Ulrich Peter - Jena Raubmöwen - Wanderer zwischen den Polen | |
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Raubmöwen (Skuas) gibt es in polnahen Gebieten der Nordhalbkugel und der Südhalbkugel. Der Vortragende, seit 1983 in der Antarktis an diesen Vögeln arbeitend, berichtet insbesondere anhand eigener Beobachtungen und Ergebnisse über die Verwandtschaft der Arten, die Besiedlung der Nord- und Südhalbhalbkugel (anhand genetischer Daten) und der Populations- sowie Nahrungsökologie. Letzteres wird ganz aktuell mit kleinen GPS-Loggern untersucht. Über die Wanderung von einem Pol zum anderen geben nicht nur Ringfunde, sondern auch Logger mit Lichtsensoren Auskunft. Wie wirkt sich der Klimawandel am Rande der Antarktis auf die Skuas aus? Die Frage wird im Vergleich zu aktuellen Untersuchungen an Pinguinen beantwortet. Dr. Peter stellt aber nicht nur die Skuas vor, sondern gibt auch einen Überblick über weitere Vögel und Robben auf King George Island und eigene Forschungsarbeiten in der Antarktis vor. | |