
| Mi. 8. Februar 2012 |
Walfang und Wissen um den Walfisch um 1700 Dr. Gerd Wegner, Hamburg Wale gehören seit Jahrhunderten zu den vom Menschen bejagten Tierarten. Anfang des 17. Jahrhunderts begann der Walfang der Engländer, Niederländer und hanseatischer Städte in den Buchten von Spitzbergen. Die Fangerträge brachen bald durch die lokale Übernutzung der Bestände ein. Der Hamburger Bürgermeister Johann Anderson veranlasste daraufhin, eine Naturkunde der Inseln des Nördlichen Nordatlantiks zu schreiben. Sie sollte als naturwissenschaftliche Wirtschaftshilfe die Erträge der Hamburger Kaufleute und damit der Stadt stabilisieren. Das 1746 postum erschienene Buch enthält eine den heutigen Vorstellungen entsprechende Differenzierung der Walarten und fasst das damalige Wissen des Autors zur Walbiologie zusammen |
| Mi. 15. Februar 2012 |
Teneriffa, ein botanisches Kleinod Prof. Dr. Gerhard Kost, Marburg
Den vielen Touristen, die nach Teneriffa fliegen, ist vielfach nicht bewusst, dass sie ihren Urlaub auf einem ganz besonderen botanischen Naturkleinode verbringen. In diesem Vortrag wird die beeindruckende Landschaft von Teneriffa mit ihrer einzigartige Pflanzenwelt vorgestellt – von den Sukkulenten der Lavawüsten an der Felsküste bis zur subalpine Gebirgsflora am Pico de Teide.
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| Mi. 14. März 2012 |
Grizzlys und Eisbären in Nordkanada Dr. Heidrun Oberg, Braunschweig Zur Zeit des Lachszuges haben die Braunbären ein Leben wie im Schlaraffenland. Mütter mit Kindern sind dann sehr vorsichtig, damit die territorialen Männchen die Jungen nicht gefährden. Eisbären sind entwicklungsgeschichtlich die jüngsten Bären. Sie leben ganzjährig im Packeis des Nordpolarmeeres. Die Eisbären der Hudson Bay hingegen verbringen den Sommer an Land. Mit Anbruch des Winters warten sie darauf, dass die Bay zufriert und ihre Hungerzeit beendet wird. |
| Mi. 18. April 2012 |
Leben in der Säure: Bergbauseen als Extremhabitate Dr. Norbert Kamjunke, Magdeburg Saure Bergbauseen sind weltweit verbreitet, allein in Deutschland gibt es ca. 500 dieser sauren und extrem eisenhaltigen Tagebauseen. Vor allem Bakterien, und Flagellaten leben hier. Die Sanierung dieser Seen ist eine schwierige Aufgabe. Die sogenannte biogene Alkalinisierung versucht, die Stoffwechselleistungen von Mikroorganismen für die Neutralisierung zu nutzen. Es werden verschiedene Sanierungsansätze diskutiert. |