Tipp des Monats im Februar 2005:
   Warane –
die größten Echsen

Warane sind die größten aller Echsen. Der 1912 entdeckte Komodo-Waran (Varanus komodoensis) erreicht 3 m Länge und 135 kg Gewicht. In Australien gibt es aber auch Zwergwarane, die nur 35 cm lang werden. Zu den mittelgroßen Arten zählt der westafrikanische Steppenwaran, der im Aquarium des Naturhistorischen Museums zu sehen ist. Einer seiner Verwandten, der Jemenwaran, wurde erst 1988 entdeckt. Der „Tipp des Monats“ schildert seine Entdeckungsgeschichte.

Die Warane sind entfernt mit den Schlangen verwandt. Ihr Ursprung liegt in der Kreidezeit; sie überlebten also die Umweltkatastrophe, die den Dinosauriern zum Verhängnis wurde.

Warane sind Fleischfresser, die Ihre Beute verfolgen und mit den kräftigen Zähnen packen. Einige sind Nahrungsspezialisten und ernähren sich von Krabben oder Muscheln. Die größten Arten können Antilopen oder Hirsche fressen, Komodo-Warane haben auch schon Menschen getötet.

Alle Warane sind durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt. Diese Maßnahme wurde ergriffen, weil ihre Haut als „Eidechsenleder“ ein begehrter Rohstoff für Uhrarmbänder, Geldbörsen und Handtaschen war und ist. Der Handel ist damit aber nicht unterbunden; er geht „kontrolliert“ weiter. So wurden z.B. im Jahre 1991 aus dem Sudan 60.000 Häute des Nilwarans  nach Deutschland eingeführt. Ob solche Massenexporte den Populationen schaden, ist nicht bekannt. Gar nicht gehandelt werden darf der Wüstenwaran aus Nordafrika und Vorderasien (Bild). In Europa und Amerika gibt es keine Warane.

 

Ulrich Joger

 

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